googlea1f9b16a8e800043.html Zecken, was tun? Erste Hilfe bei Zecken

Zecken, was tun?



Die Zecke

Der gemeine Hausbock (Ixodes ricinus) ist die in Europa häufigste Zeckenart. Zecken sind keine Insekten, sonder Spinnentiere. Nur das Weibchen saugt im Erwachsenenalter Blut, wodurch es bis zu 10 mm groß und bis zu 200-mal schwerer als im leeren Zustand werden kann. Die Menge an Blut wird für die Produktion von bis zu 3000 Eiern benötigt. Dafür kann sie bis zu 2 Wochen an ihrem Wirt hängen.


Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen, sondern werden aus dem Unterholz, aus Weiden etc. abgestreift, da sie im Boden überwintern und auch in Ihrer aktiven Zeit (März - November) im warmen Dickicht bleiben.

Bevor Zecken zustechen, suchen sie sich eine passende Position, vorzugsweise im Beriech der Achseln, in Hautfalten, in den Kniekehlen und im Genitalbereich sowie hinter dem Ohr. Hat sie die geeignete Stelle gefunden, ritzt sie mit ihrem Mundwerkzeug die Haut auf und verankert sich dann in dieser Wunde und beginnt mit ihrem Saugvorgang. Der Stich schmerzt nicht, da die Zecke ein Betäubungsgift abgibt.


Borreliose und FSME

Zecken können Krankheiten übertragen, in zentral Europa sind das Borreliose und FSME. Borreliose tritt deutlich häufiger aus und ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Beschwerden sind oft nur sehr schwach, wie eine leichte Sommergrippe. Man sollte zum Arzt gehen! Eine Impfung ist nicht möglich.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Viruserkrankung des Zentralnervensystems. Sie kommt hauptsächlich in Österreich und Süddeutschland vor. Hier ist eine Impfung möglich, dies sollte jedenfalls mit dem Hausarzt besprochen werden.


Grenzen der Ersten Hilfe

Die beste Methode ist Vorbeugen

  • helle Kleidung bei Spaziergängen durch Wiesen und Wälder tragen

  • Wenig Haut unbedeckt lassen

  • ggf. mit Insektenschutzmittel einsprühen

  • Regelmäßige Kontrolle des Körpers und auch der Haustiere

Erste Hilfe Maßnahmen

Zecken, die bereits in der Haut stecken, sollten niemals mit Öl, Klebstoff, Spiritus oder Ähnlichem behandelt werden, da dies den Giftausstoß erhöht. Sie sollten nur mit geeignetem Materialien - empfohlen wird eine Zeckenzange - entfernt werden.

Nach dem Entfernen sollte die Zecke auf Vollständigkeit untersucht werden und falls Zeckenteile in der Haut verbleiben sollten, den Hausarzt aufsuchen.


Diese und viele weitere Informationen und Maßnahmen erlernen Sie in einem unserer Erste Hilfe Kurse.

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